November 15, 2020

Node und Python - Heute CLI

Erstellen einer CLI Applikation

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Node und Python - Heute CLI

Erstellen einer CLI Applikation

November 15, 2020 - Lesezeit: 9 Minuten

Es ist toll, dass man sobald man die entsprchenden Umgebungen installiert hat, man sowohl in Python als auch in Node.js einfach so kleine und große Skripte ausführen kann. Gerade bei Linux ist das durch die Paketmanager sehr einfach gestaltet. Und da viele andere Installationen ja teilweise schon die Hälfte der benötigten Pakete mitbringen, muss auch meistens nicht mehr viel installiert werden.

Wie ist es aber jetzt, wenn ich ein kleines Skript einem Kunden zukommen lassen will ohne dem Kunden eine komplette installation zuzumuten. Nicht jeder möchte ein komplettes Enticklungsystem auf seinem Rechner haben oder als Admin auch noch diese Installationen supporten. Im schlimmsten Fall müssen gegebenenfalls auch noch zusätzliche Installationen druchgeführt werden, die nicht ganz so unkompliziert sind.

Es gibt in Python wie auch in Node.js die Möglichkeit die Skripte in eine CLI Applikation zu verpacken und somit unter Windows, Linux und macOS die Möglichkeit zu schaffen ohne komplizierte Installationen das Ausführen von Skripten zu ermöglichen. Hierbei konnen kleine 2 Zeiler verwendet werden als auch ganze, vollwertige Programme erstellt und weitergegeben werden.

Zwischen Node und Python gibt es bei kleinen Anwendungen, wie z.B. Auflisten und Vergelichen eines Verzichnisinhaltes kaum einen Unterschied in der Implementierung. Hierbei entscheidet die persönliche Preferenz und der persönliche Entwicklungstand des Entwicklers wohl am meisten über die Wahl der Umgebung. Aber es gibt noch weitere Fakten, die in die Überlegung mit einfließen sollten. Um mir hier einen Überblick zu verschaffen und weitere objektive Kriterien für eine Entschidung zu sammeln, habe ich ein kleines Testprojekt sowohl in Python als auch in Node erstellt, diese in eine CLI Applikation gepackt und verglichen. Eins vorweg, es gibt keinen Sieger, da auch hier die Entschidung immer vom Anwendungsfall abhängig ist. Mein Test kann hier nur grob in eine Richtung zeigen und vielleicht im Vorfeld Impulse liefern.

Der Test

Um die komplexität der Aufgabe nicht unnötig zu steigern und eventuell das Ergebnis unnötig zu verzerren habe ich absichtlich ein sehr einfaches Problem genommen.

Node Python
const readline = require('readline');

console.log("Hello World");

const rl = readline.createInterface({
  input: process.stdin,
  output: process.stdout
});

rl.question('Press Enter to continue...', (answer=> {
  rl.close();
});
print("Hello, World!")
input("Press Enter to continue...")

Die Auswertung

Wie zu erwarten lies sich das Problem mit beiden Umgebungen lösen. In keiner der Umgebungen habe ich unnötige Klimzüge durchführen müssen um die Aufgabe zu lösen. Es haben sich allerdings ein paar Unterschiede gezeigt, die ich hier kurz besprechen möchte:

Die Dateigröße

Hier zeigt sich ein großer unterschied, der beachtung finden sollte. Die erstellte Datei ist in Node um einvielfaches großer als das Gegenstück in Python. Dieser Unterschied sollte im Hinblick auf ein Deploy beachtung finden. Klar Speicherplatz kostet nix und ein paar MB hat man immer frei. Aber Bandbreite ist immer noch ein Thema. Es kann also durchaus Sinn machen, je nach Projektumgebung zu prüfen ob kleinere Dateien hilfreicher sind.

Startgeschwindigkeit

Wenn die Applikation gestartet wird ist es in Python so, dass der Quelltest kompiliert wird. Das dauert einen kleinen Moment. Die Nodeapplikation hingegen interpretiert auch beim Start ganz normal. Es ist anzunehmen, dass die Ausführgeschwindigkeit eines Pythonprogramms damit deutlich performanter ausfällt als bei Node. Im vorliegenden einfache Fall ist es allerdings so, dass die Nodeapplikation schon wieder beendet ist, da ist Python noch nicht einmal richtig gestartet. Auch hier gilt wieder, dass es vom Anwendungfall abhängig ist ob dieses Verhalten erwünscht ist.

Portabilität

Während sich Nodeapplikationen auf einem Windowssystem auch für Linux und macOS erstellen lassen ist dies bei Python leider nicht möglich. Obwohl beide Systeme hier ein vorgefertigtes Kompilat runterladen und den eigenen Quelltest einfach núr einbetten. Wenn also Python auch für Linux laufen soll, muss man das Ganze auch unter Linux erstellen. Das ist, wenn man das Programm weiterreichen möchte und nicht dasselbe Betriebssytem wie das Ziel hat, etwas umständlich. Wenn man dann möglichst viele Ziele abdecken möchte ist das dann eher ein bisschen hinderlich.

Fazit

Wie schon erwähnt, so richtig sticht hier keine der Umgebungen hervor. Beide haben Stärken und Schwächen, auch wenn beide einfache Aufgaben erfüllen können. Trotzdem sollten die hier vorgestellten Punkte nicht außer Acht gelassen werden, da diese einem das Leben unter Umständen schwermachen können.